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Zusammenfassung der Studien CUTEX und UFO

Dienstag, 10. Mai 2016

Das Medikament Omalizumab ist inzwischen seit einiger Zeit bei der chronischen spontanen Urtikaria zugelassen und wird dort sehr erfolgreich bei Patienten mit Symptomen trotz der Einnahme von Allergietabletten eingesetzt.

Für Patienten mit Urtikaria-Erkrankungen (z.B. Kälteurtikaria, Urtikaria facticia, cholinergische Urtikaria, o.a.) gibt es leider noch keine Therapieoption, wenn die übliche Therapie mit Allergietabletten nicht ausreichend wirksam ist. Die Urtikaria-Sprechstunden in Berlin und Mainz haben gemeinsam mit zwei weiteren Zentren in Freiburg und Aachen zwei Studien durchgeführt, in denen die Wirksamkeit von Omalizumab bei der Kälteurtikaria bzw. bei der Urtikaria factitia überprüft wurde. Hierfür erhielten insgesamt über 90 Patienten mit einer dieser Erkrankungen entweder Omalizumab (150 mg oder 300 mg) oder ein sogenanntes Placebo, also ein Präparat ohne jeglichen Wirkstoff einmal im Monat unter die Haut gespritzt. 10 Wochen nach Beginn der Therapie wurde dann überprüft, ob die Beschwerden (Quaddeln nach Kontakt mit Kälte bzw. nach Reiben über die Haut) sich im Vergleich zur Ausgangssituation gebessert haben. Die Ergebnisse der Studien sind bislang noch nicht veröffentlicht, wurden jedoch bereits auf ersten Kongressen vorgestellt.

Beide Studien zeigten, dass Omalizumab in beiden verwendeten Dosierungen zu einer wesentlichen Verbesserung der Beschwerden und auch der Lebensqualität bei den Patienten führte. So waren z.B. die Hälfte aller Urtikaria factitia-Patienten, die mit Omalizumab behandelt wurden (18 von 37) komplett beschwerdefrei, wohingegen nur knapp jeder Zehnte (2 von 18) der Placebo-behandelten Patienten eine komplette Beschwerdefreiheit aufwies. Bei der Kälteurtikaria zeigte sich das gleiche Bild. Hier waren ebenfalls fast die Hälfte aller Patienten komplett beschwerdefrei (8 von 19), wohingegen keiner der 12 Placebo-behandelten Patienten eine komplette Kontrolle zeigte. Im Gegensatz dazu berichteten 9 von 12 Patienten, die mit Placebo behandelt wurden, über keinerlei Verbesserung, bzw. sogar über eine Verschlechterung der Beschwerden, wohingegen dies nur bei 3 von 19 Patienten, die mit Omalizumab behandelt wurden, der Fall war.

Diese beiden Studien zeigen zum ersten Mal, dass Patienten mit einer induzierbaren Urtikaria-Erkrankung, die nicht ausreichend durch eine Standardbehandlung (Antihistaminika) therapiert werden können, von einer Therapie mit Omalizumab (Anti-IgE-Therapie) profitieren können. Dies bedeutet noch nicht, dass das Medikament auch für diese Erkrankung zugelassen ist, ebnet aber den Weg für weitere Untersuchungen und hoffentlich auch der zukünftigen Anwendbarkeit bei Patienten mit einer induzierbaren Urtikaria.

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