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Patienten mit Kälteurtikaria können von einer Doxycycline-Therapie profitieren

Mittwoch, 07. September 2016

M. Gorczyza, N. Schoepke, K. Krause, T. Hawro, M. Maurer

Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité-Universitätsmedizin, Berlin

Die Kälteurtikaria ist eine der häufigeren Formen der Physikalischen Urtikaria und äußert sich in stark juckenden Quaddeln und/oder Schwellungen nach dem Kontakt mit Kälte, z.B. mit kalter Luft, kalten Gegenständen oder kaltem Wasser. Die Kälteurtikaria birgt besondere Gefahren, die zu schweren Komplikationen führen können. So kann der „Sprung ins kalte Wasser“ eine generalisierte Urtikariareaktion auslösen, die bis zum Schock führen kann. Behandlung der Kälteurtikaria basiert auf aktiver Meidung von Kälte und symptomunterdrückende Gabe von Antihistaminika bis zur vierfachen Erhöhung der empfohlenen Tagesdosis. Jedoch bis zu 15% der Patienten zeigen kein Ansprechen auf die vierfache Dosiserhöhung. Therapie der Kälteurtikaria mit Antibiotika wurde bisher von unterschiedlichen Autoren in einzelnen Fallberichten als effektiv beschrieben. Hier haben wir Ansprechen auf Antibiotika (Doxycycline) bei einer großen Patientengruppe untersucht.

Bei insgesamt 26 Patienten mit Kälteurtikaria wurde Doxycycline über 3 Wochen eingesetzt und das klinische Ansprechen auf die Therapie mittels standardisierter Provokationstestungen kontrolliert.
Insgesamt bei 5 (19%) der Patienten kam es zur kompletten Beschwerdefreiheit, 4 (15%) weitere Patienten zeigten Besserung ihrer Urtikaria-Beschwerden.

Therapie mit Doxycycline kann bei einer Patientengruppe der Kälteurtikaria eine effektive therapeutische Möglichkeit darstellen. Weitere klinische Studien zur Untersuchung des Wirkungsmechanismus und der Dauer des Ansprechens sollten noch durchgeführt werden.

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